Skip to content
  • Impressum
  • Datenschutz
veriano- Folge der Spur des Geldes!

veriano- Folge der Spur des Geldes!

  • Home
  • About
  • Der Redner Markus Schollmeyer
  • unsere Formate | Kanäle
  • Reisetipps
  • extreme Orte
  • Gedankenanstöße&Lebensfreude
  • Kontakt
  • Toggle search form
  • Safari in Namibia – Kosten realistisch berechnet (2026) Magazin
  • Beste Reisezeit:Beste Reiseziele im Oktober Magazin
  • Paris Reiseguide 2026: Sehenswürdigkeiten, Tipps, Kosten & Sicherheit Reisetipps
  • Die Meinung der anderen – Das Gefängnis der eigenen Zufriedenheit Easy going
  • Safari-Vergleich: Pilanesberg, Kruger & Ojiwarongo Magazin
  • Beste Burger in Lissabon – 5 Burger-Spots mit Adresse Genuß&Kulinarik
  • Wenn alles Ertrag bringen muss, verklebt das Denken Denkanstöße,Glück&Zufriedenheit
  • Business Class oder Premium Economy – was lohnt sich wirklich? Flug&Bahn

Der Markt der Nähe

Posted on 24. Januar 202613. März 2026 By Markus Schollmeyer

Marktlogik in privaten Beziehungen

Die Berechnung, die heute Beziehungen prägt, ist kein kultureller Sonderfall.
Sie ist die Privatisierung kapitalistischer Logik.

Der Markt hat den Arbeitsplatz längst verlassen.
Er sitzt jetzt am Esstisch.
Er entscheidet, wer begleitet wird –
und wer sich „nicht lohnt“.

Nähe folgt derselben Logik wie Produkte:
Was bekomme ich?
Was kostet es mich?
Gibt es ein besseres Angebot?

Einladung ersetzt Interesse.
Bezahlung ersetzt Bindung.
Event ersetzt Beziehung.

Der Kapitalismus hat gelernt,
dass Menschen sich nicht nur ausbeuten lassen,
sondern sich selbst optimieren.
Auch im Privaten.

Man investiert Zeit wie Kapital.
Man kalkuliert Freundschaften.
Man hält sich Optionen offen.

Wer einlädt, geht in Vorleistung.
Wer kommt, prüft den Gegenwert.

Das ist keine Kälte.
Das ist Rationalität – internalisiert.

Die Einladung ist kein Geschenk.
Sie ist ein Deal.

Du zahlst.
Ich erscheine.
Mehr schulde ich dir nicht.

So wird Nähe marktfähig.
Und Marktfähigkeit zerstört alles,
was nicht effizient ist:
Loyalität.
Spontaneität.
Unbezahlte Präsenz.

Der private Raum wird zur Nebenbörse.
Menschen werden zu Angeboten.
Beziehungen zu Portfolios.

Man hält sie,
solange sie Rendite bringen.
Man stößt sie ab,
wenn sie Aufwand verursachen.

Das Tragische ist:
Niemand zwingt uns dazu.

Wir nennen es Freiheit.

Doch diese Freiheit ist die Freiheit des Konsumenten,
nicht die des Mitmenschen.

Denn wer immer kalkuliert,
kann nicht wirklich da sein.
Wer immer rechnet,
kann nicht tragen.

Kapitalismus im Privaten bedeutet:
Alles ist freiwillig –
aber nichts ist verbindlich.

Und vielleicht ist genau das der Preis,
den wir zahlen,
wenn wir den Markt zur letzten Wahrheit erklären.

Nicht nur in der Wirtschaft.
Sondern im Herzen.

Denkanstöße,Glück&Zufriedenheit Tags:Kapitalismus im Privaten

Beitragsnavigation

Previous Post: Fotos aus der Serie Haupt-und Weltstädte
Next Post: Die Kunst, das Notwendige vom Begehrten zu unterscheiden

Related Posts

  • Wenn alles Ertrag bringen muss, verklebt das Denken Denkanstöße,Glück&Zufriedenheit
  • Dolce fa niente – über das Recht, nichts zu müssen Denkanstöße,Glück&Zufriedenheit
  • Du bist nicht verkehrt Denkanstöße,Glück&Zufriedenheit
  • Es darf nur sein , was verwertbar ist Magazin
  • Die Höflichkeit der Distanz Denkanstöße,Glück&Zufriedenheit
  • Die Kunst, das Notwendige vom Begehrten zu unterscheiden Denkanstöße,Glück&Zufriedenheit
  • Wie weit geht das Recht auf Selbstgefährdung? – Freiheit vs. Schutzpflicht in der Demokratie Magazin
  • Taxi im Ausland: Diese Besonderheiten solltest du kennen Magazin
  • Die Höflichkeit der Distanz Denkanstöße,Glück&Zufriedenheit
  • Warum „weniger arbeiten wollen“ als Charakterschwäche gilt Magazin
  • Beste Reisezeit:Beste Reiseziele im Mai Magazin
  • Erwartungen – Das Gift für das gute Leben Magazin
  • Handgepäck am deutschen Flughafen: Maße, Gewicht & Regeln 2026 Flug&Bahn
  • CO₂-Kompensation bei Geschäftsreisen – sinnvoll oder nur Symbolik? Geschäftsreisen

Copyright © 2026 veriano- Folge der Spur des Geldes!.

Powered by PressBook News WordPress theme