Die infantilisierte Gesellschaft



Vielleicht ist es Dir auch schon öfter ewrgangen, Man hat das Gefühl, es nicht mit Erwachsenen zu tun zu haben trotz Vollbart oderKörbchengröße und Führerschein. ein prüfender Blick auf eine (unsere infantilisierte Gesellschaft:

  1. Permanente Bedürfnisbefriedigung
    Das zentrale Merkmal kindlicher Psyche: das „Jetzt“. Kein Kind denkt an morgen – und genau so funktionieren heute Konsum, Politik und Medien. Wir wollen sofortige Lösungen, einfache Antworten, permanente Bestätigung.

Politik wird nach Stimmungen betrieben, Wirtschaft nach Klicks, Leben nach Likes. Alles muss sich jetzt gut anfühlen – egal, was es morgen kostet.

  1. Verantwortung ist uncool
    Erwachsene übernehmen Verantwortung. Kinder suchen Schuldige. Unsere Gesellschaft liebt Schuldzuweisungen: Politiker, Konzerne, das System, die Medien. Aber kaum jemand fragt: ‚Was trage ich selbst dazu bei?‘

Wir leben in einer Zeit, in der das Opfersein mehr Status hat als das Verantwortlichsein. Das ist psychologisch Infantilität in Reinform – moralisch bemäntelt.

  1. Emotion schlägt Vernunft
    Kindliche Weltwahrnehmung ist emotional – nicht rational. Heute gilt das auch für öffentliche Debatten. Es zählt nicht mehr, was stimmt, sondern wie sich etwas anfühlt. Wissenschaft wird gefühlt, nicht verstanden. Politik wird moralisiert, nicht argumentiert. Die Empörung ersetzt das Denken – wie ein Schreikonzert im Kindergarten.
  2. Konsum als Trostpflaster
    Kinder brauchen Ablenkung, wenn’s weh tut. Erwachsene halten Stille aus. Unsere Gesellschaft kann das nicht mehr. Sie scrollt, shoppt, streamt, postet – Hauptsache, sie muss nicht fühlen.

Das kollektive Mantra lautet: ‚Hauptsache, es tut nicht weh.‘ Aber genau so bleibt man innerlich stehen – bei der Reizverarbeitung eines Zehnjährigen.

  1. Politik als Elternersatz
    Viele Menschen erwarten von Staat und Medien, dass sie sie „beschützen“ – vor Komplexität, Verantwortung, Überforderung. Das ist ein psychologischer Rollentausch: Die Bürger sind die Kinder, der Staat der Vater. Man darf meckern, aber nicht selbst gestalten.

Erwachsen wäre, sich einzumischen, Verantwortung zu übernehmen und Unbequemes zu ertragen. Doch das gilt heute als Zumutung.

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